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Ihnen als dem beſten aller Herren zugethan und ich verehre, ich bewundere Sie als den treueſten und heldenmüthigſten Unterthan unſeres erhabenen Souveräns.“
Der Herzog della Sorga hatte gegen ſeinen Willen Bartolomeo, dem einzigen und naiven Werk⸗ zeug ſeiner Schurkereien, geſtatten müſſen, ſeiner be⸗ wunderungsvollen Beredtſamkeit den Zügel ſchießen zu laſſen.
Der Haushofmeiſter, den ſeine Anhänglichkeit an ſeinen Herrn und ſein royaliſtiſcher Fetiſchismus blendete, meinte es vollkommen aufrichtig, indem er den hölliſchen Verrath dieſes Menſchen, der aus Neid, Eiferſucht und Geldgier ſeinen Bruder ver⸗ kauft hatte, um die unermeßlichen Beſitzungen und den Titel dieſes unglücklichen Chefs des Hauſes della Sorga zu erben, als ein erhabenes Opfer pries, obſchon dieſe That vielleicht darum noch ſchauerlicher war, weil ſie feiger war, als wenn er Pompeo mit eigener Hand erdolcht hätte.
Und gleichwohl hegte — ein unbegreifliches My⸗ ſterium der Seele! — der Herzog della Sorga ge⸗ gen ſeine Frau, die er engelrein glaubte, die innigſte Anhänglichkeit und Verehrung und liebte ſeine Kin⸗ der aufs zärtlichſte: eine ſeltſame Anomalie, die zuweilen bei den verruchteſten Verbrechern bemerkt wird.
Nach einer kurzen Pauſe ſprach der Herzog della Sorga, indem er ſeine Hand dem Haushofmeiſter reichte, der ſie an ſeine Lippen führte und mit in⸗ brünſtiger Verehrung küßte:
„Du biſt ein guter alter Diener, Bartolomeo;


