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darbietet. Sie haben wie Brutus gehandelt, der ſeine Söhne in den Tod ſandte.“
„Willſt Du ſchweigen!“
„Nein, gnädigſter Herr, ich habe zu ſelten Ge⸗ legenheit auf dieſen Gegenſtand, der Ihre Beſchei⸗ denheit verletzt, zurückzukommen, als daß ich dieſen günſtigen Umſtand nicht benützen ſollte. Sie wer⸗ den mich alſo anhören, gnädigſter Herr, ob Sie wollen oder nicht. Ja, Ihre Handlung iſt eine heroiſche. Sie, der ergebenſte aller Diener des Königs, Sie haben ſich herbeigelaſſen bis ans Ende als Mitſchuldiger dieſer verruchten Rebellen zu er⸗ ſcheinen! Sie, der Sprößling eines alten Hauſes, das ſich zu allen Zeiten durch ſeine Anhänglichkeit an ſeine Könige berühmt gemacht, Sie ſind zum Tod verurtheilt worden wie Ihr unwürdiger Bru⸗ der Pompeo, Sie, oh mein edler und rechtſchaffener Herr!“ fügt der Haushofmeiſter mit Thränen in den Augen hinzu. „Und Sie haben den Muth ge⸗ habt, den Abſcheu, welchen Pompeo's Eidbrüchigkeit Ihnen einflößte, zu überwinden und ſeine Umar⸗ mungen am Fuße des Schaffots anzunehmen. Der König hat ſcheinbar Ihr Todesurtheil aus Mitleid in Verbannung umgewandelt, weil er wohl wußte, daß Sie ihm auch in der Verbannung noch nützlich ſein konnten. Nein, niemals hat ein Souverän von einem ſeiner Diener Beweiſe von ſo erhabener Hingebung erhalten, wie die Ihrige iſt. Und jetzt, gnädigſter Herr, ſchelten Sie mich, grollen Sie mir, jagen Sie mich fort, wenn Sie wollen! Ich werde Ihnen wieder einmal geſagt haben, was ich Ihnen den ganzen Tag über wiederholen möchte: Ich bin


