mir. Ich wußte, welchen ſ
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und wird von einer leichten, krampfhaften Bewe⸗
gung befallen. Wolfrang preßt ſeine Genoſſin mit leidenſchaft⸗
licher Sorglichkeit an ſich, bedeckt ihre Stirne mit
Küſſen und ſagt mit einer von Zärtlichkeit zittern⸗ den Stimme zu ihr:
„Theurer, theurer, vielgeliebter Engel, verzeih
ſchmerzlichen Schlag ich Dir durch Enthüllung dieſer furchtbaren Wirklich⸗ keiten verſetzte, aber ich mußte es thun, um die trü⸗ geriſchen Hüllen zu beſeitigen, welche die Wahrheit verdeckten, und Deine erſten Schritte zu dem Glau⸗ ben zu leiten, der Dich heilen wird .. Und jetzt, nachdem Du dieſen bittern Kelch der Täuſchungen bis auf die Hefe geleert haſt, faſſe wieder Muth, Sylvia. Was Dich in dieſer Stunde tief betrübt, wird Dir bald eine unausſprechliche Herzenserleich⸗ terung bereiten.“
Die junge Frau ſchweigt einige Augenblicke, ſammelt ſich und ſtärkt ihre Lebensgeiſter; dann antwortet ſie: 3
„Ich habe vielmehr Dich wegen meiner Schwäche um Verzeihung zu bitten, Wolfrang, und eben ſo wegen des Dunkels, in das mein Verſtand gehüllt war, der mir in dieſem Augenblick ganz abhanden zu kommen ſcheint .. Haſt Du nicht zu mir ge⸗ ſagt „Der Kummer, dieſe Verzweiflung, die Dich häufig bis auf den Tod quält, arme Sylvia, iſt eine
Folge Deines unſeligen Glaubens an den Triumph
und die Strafloſigkeit der Schlechten in dieſer Welt und an das Unglück der Guten und Gerechten, die


