Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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glauben, Sylvia; Du darfſt an die Tugenden und an die unerſchöpfliche Menſchenliebe von Madame Borel glauben; Du darfſt an die hochherzigen Ge⸗ ſinnungen ihres Sohnes glauben, der heute Abend mehr als alle Andere in Dir das Schöne und Gute in ſeinem ſtrahlenden Glanz bewunderte; aber Du mußt nicht an die Ehrlichkeit des Herrn Borel glauben.

Ei wie! Die Journale, dieſe Echos der öffent⸗ lichen Meinung, führen ihn doch heute Abend als ein Muſter der ſtrengſten Rechtſchaffenheit auf.

Die Quelle des unermeßlichen Vermögens die⸗ ſes Bankiers iſt ein ſchändlicher Vertrauensmißbrauch, ausgeführt mit der ſchwärzeſten Treuloſigkeit und der ſchrecklichſten Frechheit.

Gerechter Gott! Und dieſer Mann genießt die allgemeinf Hochachtung?

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Und ſeine Schändlichkeit bleibt ungeſtraft! Ach immer muß doch das Böſe triumphiren.

Geduld!. . Aber ſage mir, Sylvia, was hältſt Du von Herrn von Francheville?

Nun, dieſer Mann wenigſtens hat heute einen glänzenden Beweis von ſeiner Uneigennützigkeit und. Rechtſchaffenheit gegeben; ſeine politiſchen Gegner ſelbſt laſſen ihm ja Gerechtigkeit widerfahren und ſind voll von ſeinem Lob.

Herr von Francheville hat heute ein lange Zeit vorwurfsloſes Leben durch einen Act der Käuflich⸗ keit entehrt, der durch die raffinirteſte Schlauheit und fluchwürdigſte Heuchelei noch ſchändlicher ge⸗ worden iſt.