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₰ allgemeine Hochachtung und Bewunderung ver⸗ ient.“
„Ich glaube an Deine Worte,“ verſetzt Sylvia im höchſten Grade erſtaunt; „ich muß daran glau⸗ ben.“ Aber auf einmal drücken die Züge der jun⸗ gen Frau ein peinliches Gefühl, ein ſchmerzvolles Erbarmen aus, und ſie ruft:
„Arme Antonine! Ich habe an ihr zweifeln können trotz der Anziehungskraft, die ſie auf mich ausübte, und jetzt iſt ſie der allgemeinen Verachtung preisgegeben.. Ach wie beklage ich ſie!“
„Laß uns nicht Solche beklagen, Sylvia, die ver⸗
möge ihres Charakters und ihrer Handlungen wür⸗ dig ſind edlen Seelen, wie die Deinige iſt, einen
hochſinnigen Neid einzuflößen. So verhält es ſich
auch mit dem Manne, welcher heute Abend wie der gemeinſte Verbrecher von hier verſtoßen worden iſt.“
„Mit dieſem ehemaligen Galeerenſträfling?“
„Du wirſt ihm bald mit Achtung die Hand drücken.“
„Mit Achtung?“
„Mit Achtung und mit Stolz, Sylvia, denn man darf ſtolz darauf ſein, der Tugend die gebührende Huldigung zu erweiſen, beſonders wenn ſie den Menſchen zu der Höhe erhebt, auf welcher dieſer Märtyrer eines göttlichen Gefühles ſteht.“
„Deine Stimme iſt voll Ernſt, Wolfrang,“ ver⸗ ſetzt die junge Frau, deren Verwunderung immer größer wird, „Dein Blick iſt gerührt, eine Thräne ſteht in Deinem Auge.“
„Oh beſter und wackerſter der Menſchen!“ fügt Wolfrang voll Rührung hinzu, „welche Einfachheit


