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„Antonine Jourdan iſt die würdigſte, edelſte, wackerſte Perſon, die je Achtung, Ehrerbietung, Bewunderung verdient hat; ja, die Bewunderung aller braven Menſchen, meine Sylvia.“
„Antonine?“ „
Ja
„Wie! Sie konnte ſich mit einem einzigen Wort gegen eine ſchmähliche Anklage rechtfertigen, und ſie ſollte in einer ſo furchtbaren Lage dieſes Wort nicht ausgeſprochen haben? Nein, nein, ſie iſt ſchuldig, Wolfrang. Ihre Schmach iſt wohl verdient, ihre Heuchelei iſt entlarvt. Einmal wenigſtens iſt durch einen Zufall das Laſter gebrandmarkt worden, ein Ausnahme, die leider ſeine gewöhnliche Strafloſig⸗ keit beſtätigt.“
„Wieder einmal, arme Sylvia, läſſeſt Du Dick vom äußern Schein täuſchen: Antonine iſt un⸗ ſchuldig.“
„Unmöglich!“ .
„Sie iſt ehrlich, ſie iſt rein.“
„Und ſie hat geſchwiegen!“
„Sie mußte ſchweigen.“
„So iſt alſo ihr Ruf in den Augen Aller be⸗ fleckt; ſo iſt alſo ihre Liebe zu Grunde gerichtet, denn ihr Bräutigam wird ſie ohne Zweifel nie wiederſehen; und dieſe ſchmerzlichen Opfer . ..
„Sie wurden ihr auferlegt.“
„Durch welche Nothwendigkeit?“
„Du wirſt es ſpäter erfahren, meine Sylvia aber ich verſichere Dich, und ich verſichere nie etwas ohne Grund, daß Antonine Jourdan, ich wieberhole
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