271
auf die angſtvoll zitternde Francine Lambert zuzu⸗ gehen und ganz leiſe in flehendem Ton zu ihr zu ſagen: „
„Sie, die ich mehr als mein Leben liebe, Sie, für die ich die ganze Welt opfern würde, Sie wer⸗ den doch Ihr Verſprechen gewiß halten?“
„Vielleicht. ich weiß es nicht . antwortet beinahe mechaniſch die junge Frau, die in Folge des ſchrecklichen Auftritts, den ſie ſo eben mitangeſehen, noch ſchaudert.
Während Herr von Lureuil im Weggehen ſich dieſe Worte wiederholt, fügt er hinzu: „Aber ich weiß beſtimmt, daß ſie kommen wird. Jann noch das Stelldichein, das mir die Herzogin auf morgen früh im Park von Monceaur gegeben hat. Nun wahrhaftig, heute Abend bin ich gut auf meine Koſten gekommen.“
Gegen Frau della Sorga, die in dieſem Augen⸗ blick mit ihrem Sohn plaudert, ſchlägt Herr von Luxeuil abſichtlich die Augen nicht auf, ſondern geht mit einer tiefen Verbeugung an ihr porüber. So⸗ dann verabſchiedet er ſich von Wolfrang, gegen welchen mehrere der Gäſte ihr tiefes Bedauern über den in ſeinem Salon vorgefallenen Scandal aus⸗ ſprechen.
„ Um Mitternacht haben die verſchiedenen Mieth⸗ leute im Hauſe des lieben Herrgotts ihre eigenen Wohnungen wieder erreicht.


