dann wendet er ſich mit keuchender, gebrochener Stimme zu der jungen Künſtlerin und ſagt:
„Antonine, Du haſt einen Mann mit grauen Haaren bei Dir empfangen. Iſt das wahr?“
„Ja,“ antwortet das junge Mädchen, bebend und verblüfft bei dieſer Frage, „es iſt wahr.“
„Dieſer Mann hat Dich geküßt, als er Abſchied von Dir nahm?“
„Das iſt ebenfalls wahr.“
„Dieſer Mann beſucht Dich ſeit einiger Zeit täglich?“
„Ich geſtehe es und .
„Antonine, wer iſt dieſer Mann?“
„Albert,“ ſagt das junge Mädchen voll Würde und mit rührendem Schmerz, „Du vergiſſeſt, daß wir hier nicht allein ſind. . .“
„Um ſo beſſer, dann wird Deine Schande nur um ſo mehr zu Tage kommen.“
„Meine Schande?“
„Ich frage Dich, Antonine, wer iſt dieſer Mann?“
„Albert,“ antwortet das junge Mädchen mit hochgehaltener Stirne und zuverſichtlichem Blick, „dieſer Mann iſt mein beſter Freund.“
„Ich frage Dich, Antonine, welche Rechte hat dieſer Mann auf Dich?“
„Ich begreife Dich nicht, Albert.“ „Ich frage Dich, was dieſer Mann für Dich iſt
und mit welchem Rechte er Dich geküßt hat?“
„Ich wiederhole es Dir, Albert, er iſt mein beſter Freund.“ haſt mir keine andere Antwort zu geben?“
„Nein,“


