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„Herr Militär, ich beſchwöre Sie, ſtören Sie die Soiree meines geehrten Herrn nicht. Dieſes junge Fräulein iſt allerdings hier aber...
Auf einmal und mit gewaltſamer Zurückſtoßung des Intendanten erſcheint ein junger Unteroffizier der Chaſſeurs d'Afrique in Uniform auf der Schwelle. Er iſt bleich und ſieht ſchrecklich aus.
Antonine erhebt ſich bei dem Tumult, wendet ihre Augen nach der Thüre, und als ſie den Sol⸗ daten erblickt, deſſen drohendes Gebahren ſie An⸗ fangs nicht bemerkte, eilt ſie mit ſtrahlendem Geſicht, bebend vor Freude und Ueberraſchung, auf ihn zu und ruft:
„Iſt's möglich? Schon zurück, Albert? Du haſt alſo Deinen Abſchied erhalten?“
Bald aber fallen ihr die verſtörten Züge des Unteroffiziers auf, der ihr einen zermalmenden Blick zuwirft; ſie erblaßt, tritt einen Schritt zurück, ringt die Hände und murmelt voll Schreck:
„Großer Gott! Was haſt Du denn, Albert? Warum biſt Du ſo blaß? warum ſo zornig?“
Die ſchweigſame Verwunderung der verſchiedenen Zeugen dieſer Scene wird immer geſpannter.
Sylvia ergreift zitternd Wolfrangs Hand und hält ihn zurück, als er eben raſch auf den Soldaten“ zuſchreiten will. Dieſer ſcheint von ſeiner ganzen Umgebung nichts zu ſehen; ſein Geſicht iſt in eiſi⸗ gen Schweiß gebadet. Er thut ſich übermenſchliche Gewalt an, um ſich zu faſſen, er kreuzt krampfhaft die Arme über ſeiner Bruſt, wie wenn er ſich ſelbſt vor einem brutalen Wuthausbruch ſchützen wollte;


