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Cricri verzehrt wurde, einer Leidenſchaft, die ihn, nachdem er bis jetzt ein ehrlicher Mann geweſen, zu einem ſtrafbaren Handel getrieben hatte, vergaß ſeine Schmach, vergaß ſeine grauen Haare und lächelte ſelbſtgefällig unter dem Zauber der Geſänge Wolfrangs und Sylvias.
Herr von Saint⸗Proſper, dieſer wichtigthuende, ſalbungsvolle, ſüßliche Menſch, der ganz in Chriſten⸗ liebe aufzugehen ſchien, dieſer Stifter des Alimen⸗ tationsunternehmens für die erſte Kindheit, wurde ganz munter bei der Erinnerung an ſeine hübſche Magd, welche man in eine ſo ſchmerzliche Verzweif⸗ lung verſunken geſehen hat, deren unſelige Urſache ſich ſpäter aufklären wird.
Die Herzogin della Sorga, dieſe Frau, die mit den Sitten der Patrizierinnen aus der Verfallzeit des römiſchen Reichs moderne Schlauheit und Ver⸗ ſtellung verband, die Herzogin della Sorga, der Gegenſtand allgemeinſter Verehrung, fühlte ſich bei den Geſängen Wolfrangs, deſſen Perſönlichkeit be⸗ reits einen unüberwindlichen Eindruck auf ſie ge⸗ macht hatte, von tiefen und verſchiedenen Gemüths⸗ bewegungen ergriffen, welche ſie trotz ihrer vollen⸗ deten Selbſtbeherrſchung kaum zu bemeiſtern ver⸗ mochte. Sie hielt ihre Augen geſenkt, um nicht von ihnen verrathen zu werden, und bedeckte ihre bald blaſſen bald flammenden Züge unter ihrem langen Fächer; Eiferſucht und Haß verzehrten ſies ſie entdeckte mit Schrecken, daß niemals ein Mann dieſe Zaubermacht auf ſie ausgeübt hatte wie Wol⸗ frang, und ſie konnte ſich beſonders ſeit Anhörung dieſes Duetts nicht darüber täuſchen. Wolfrang


