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ſchaft bis zu der Eraltation geſteigert fühlen, die ſich mit ihrem Charakter vertrug.
So hatte Madame Lambert trotz ihres beinahe gänzlichen Mangels an morcliſchem Gefühl gleich⸗ wohl nicht ohne Kampf, Furcht und Gewiſſensbiſſe den Beſtürmungen des Herrn von Luxeuil nachge⸗ geben, der ſie um eine Beſprechung anflehte.
Der Gedanke an dieſe ſtrafbare Handlung, die ihr Verderben ſein konnte, hatte die junge Frau während dieſer Soiree häufig gequält; aber der hinreißende Zauber des Duetts, das ſie entzückte, hatte Francine allmählig ihre Beängſtigungen und Gewiſſensbiſſe vergeſſen laſſen, ſo daß ſie ſich rück⸗ haltslos ihrem Wonnegefühl hingab und ihre Au⸗ gen nicht mehr von Herrn von Luxeuil verwenden konnte, der ihr noch nie verführeriſcher geſchienen hatte, denn in ihrer Extaſe meinte ſie, Luxeuil und nicht Wolfrang ſei es, der ſo köſtlich ihre beider⸗ ſeitige Liebe beſinge.
Aleris Borel, der bis jetzt Sylvia gegenüber, wenn auch nicht Liebe, doch wenigſtens jene unwider⸗ ſtehliche und ehrerbietige Anziehung empfunden hatte, welche Schönheit, Grazie, Geiſt und Herzensadel einer jungen, aufrichtigen und großſinnigen Seele ſtets kinflößen, Aleris Borel las jetzt deutlicher in ſeiner Seele und fah neben einem unbeſtimmten Gemiſch von Traurigkeit, Glück und Angſt, daß Bewunderung für Sylvia ſehr nahe an Liebe treifte.
Herr von Francheville, der trotz ſeines Alters oder vielmehr juſt wegen ſeines Alters von einer ſchmählichen, wahnſinnigen Leidenſchaft für Mamſell


