Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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ter, indem ſie nach der Thüre des anſtoßenden Zim⸗ mers geht, „habe keine Furcht!“

„Wenn Genevieve uns mit dem Meſſer nieder⸗ ſtäche. das ſie beſtändig wetzt!“

„Noch einmal, meine Tochter „ Chriſten können nicht eine Tolle bei Todten wachen laſſen!“ ruft die Bäurin, und öffnet vorſichtig die Thüre des Zimmers, auf deſſen Schwelle ſie, wie Joſette, einen Augenblick ſtehen bleibt.

XXVIII.

Mehrere auf Leuchter geſteckte Kerzen beleuchten glänzend den Salon. Die Särge von Maurice und Jeane ſind zur Rechten und zur Linken von dem Delmarens aufgeſtellt, der bis an den Hals in das Leichentuch gehüllt iſt. Das Käſtchen mit den Brie⸗ fen ſeiner Tochter wurde, wie er es Genevieve an⸗ empfohlen, in ſeine Bahre geſtellt; ſein Kopf ruht auf einem Kiſſen. Seine Erſchöpfung, ſeine Mager⸗ keit im Augenblicke ſeines Todes war ſo groß, daß der Tod ſeine Züge wenig verändert hat. Seine Au⸗ genlider wurden von ſeiner Amme geſchloſſen. Sie hat ſein Haar und ſeinen weißen Bart ſorgfältig ge⸗ glättet und geſalbt. Er ſcheint eingeſchlafen. Der Ausdruck ſeines, ſo zu ſagen unter dem Einfluſſe ſeines letzten Gedankens zur Mumie gewordenen Ge⸗ ſichtes iſt, weit entfernt, den Charakter der Verzweif⸗

lung zu tragen, im Gegentheile ein klarer und hei⸗ terer.

Die Ahnungen Jeanes haben ſich in der That