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„Der arme Herr . . . der arme Herr . . . ach! Joſette . . . das muß einem das Herz zerreißen!“
„Er that, was er verſprochen . . . er ließ ſich nicht ſterben bis geſtern . . . Ich wachte mit Gene⸗ vieve bei ihm . . . Von Zeit zu Zeit ſagte er: Die Leichen kommen nicht, Amme, die Leichen kommen nicht . . . Ich fühle es . . ich habe beinahe keine Kraft mehr zu leben . . . Wie ſie zögern! . . . wie ſie zögern! Endlich . . . gegen zwei Uhr ſieht er durch die Scheiben ſeines Fenſters eine mit Tannen⸗ zweigen belegte Bahre . . . welche Leute vom Berge trugen, vorüberkommen . . . Dann . . . o meine Mutter! ich werde noch lange davon träumen, was ich in dieſem furchtbaren Augenblicke geſchen
„Vollende vollende . . . mich überläuft ein kalter Schauer.“
„Als Herr Delmare die Bahre vorüber kommen ſieht, ruft er: Da ſind ſie . . . da ſind ſie! Und ehe wir nur daran denken konnten, ihn zu hindern, erhebt er ſich, verläßt ſein Bett, indem er eines der Leintücher mit ſich zieht, das ihn wie ein Leichentuch umhüllte . . . eilt durch das Zimmer, den Salon, die Küche, öffnet die Thüre in dem Augenblick, wo man die Bahre vor dem Hauſe⸗ niederlegt . . . er⸗
hebt ſeine beiden Arme zum Himmel und ruft: Jeane
. Jeane! Und fällt ſterbend auf die Bahre, auf der die beiden Leichen lagen.“
„Gott nehme ſeine Seele zu ſich,“ ſagte die Mut⸗ ter Joſettens, indem ſie ihre Thränen trocknete; „es war ein würdiger Mann .. .“
In dieſem Augenblicke hören die beiden Frauen im anſtoßenden Zimmer ein nervöſes, convulſiviſches,


