„Gott im Himmel! . . . ich glaube es wohl er liebte ſie wie ſeine Kinder. 3
„Du biſt ein gutes Mädchen, Joſette, ſagte mir Genevieve. Bleibe hier, Du wirſt mir zwei mei⸗ ner Todten einhüllen helfen aber den Drit⸗ ten, meinen Charles, wirſt Du nicht anrühren! . . .“ Sie machte mir beinahe Angſt, als ſie ſo von ihren Todten mit mir ſprach. Sie hatte ein ſo wildes und wirres Ausſehen . . .“
„Ich fürchte, die gute Frau iſt ſeit dem Tode des Herrn Delmare nicht mehr recht bei Sinnen.“
„Ich fürchte es auch, Mutter. Weißt Du, daß ſie mir etwas Beunruhigendes hat mit dem Meſſer, das ſie beſtändig wetzt . . .
„Aber was will ſie denn mit dem Meſſer ma⸗ chen?“
„Ich weiß es nicht . . . Um wieder auf Herrn Delmare zurückzukommen: als er einen Brief von Nantua erhielt . . . worin ihm Herr Maurice und ſeine Couſine ſchrieben, daß man ihre Leichen am Fuße des Treſerve finden werde, ſtürzte der gute Mann bewußtlos zuſammen . . . wir hielten ihn für todt . . . aber nein . . er erholte ſich wieder; an ſeiner Schwäche ſah man jedoch, daß er nicht mehr lange leben werde. Er hatte noch den Muth, Be⸗ fehle zu geben, daß man die Leichen ſuche und ſagte zu Genevieve: Ich werde noch nicht ſterben . nein! Ich will nicht ſterben, bis man die Reſte von Jeane und Maurice gefunden und hierhergebracht
Ich werde ſie erwarten . . . damit wir alle drei in derſelben Grube begraben werden.““


