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Proportionen an . . . ſieh . . . die Tannen des Waldes bei der Sennhütte ſind in meinen Augen ſo hoch, als dieſe Wieſen des Treſerve, und dieſe Wieſen ſcheinen ſich mir mit den fernſten Höhen des Firmamentes zu vermiſchen.
Maurice und Jeane ſind während dieſes Ge⸗ ſpräches an der Sennhütte vorübergekommen und haben den Abhang der Prairien, welche zum Col de Treſerve führen, erſtiegen; jenſeits dieſer Prairien fällt der Berg ſenkrecht und ſchroff ab . . . Ein ſchmaler, natürlicher Karnieß, der ſich an dieſer Kalk⸗ felſenmauer von zwölfhundert Fuß Höhe hinzieht, führt zu der Grotte des Treſerve . . . ein gefähr⸗ licher Weg, auf welchem San Privato mehre Jahre früher beinahe umgekommen und Jeane mit ſich in den Abgrund gezogen hätte .
Gegen die Mitte, an einer der Krümmungen dieſes ſteilen Pfades, befindet ſich ein Felsvorſprung, der über den Abhang hervorragt und eine Art Plat⸗ form von ſo ſchmaler Oberfläche bildet, daß Jeane und Maurice kaum darauf ſtehen können und ſich umſchlungen halten müſſen . . .
Beide ſind blaß, ruhig, entſchloſſen.
„Auf, Maurice,“ ſagte Jeane mit feſter Stimme, „die Stunde des Opfers . . . der Sühne iſt gekom⸗ men . biſt Du bereit?“
„ch bit bereit
„Fahre hin Leben!“ ſagte Jeane. „Fahre hin Leben, deſſen ich müde . . . müde . . . müde bin und deſſen Becher ich bis auf den letzien, bitterſten Tropfen geleert.
„Fahre hin Leben!“ ſagt Maurice. „Fahre hin,


