Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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„Er iſt hinter dem Taubenſchlag links an der Thüre,“ verſetzte Jeane lachend, „ſeht, ich habe ein gutes Gedächtniß.“

„Nun, lebt wohl, ihr guten Leute,“ ſagte Mau⸗ rice; und fügte, als er im Begriffe war, ſeinen Weg fortzuſetzen, hinzu: „Iſt viel Schnee auf den Wieſen droben auf dem Col de Treſerve?“

„O wohl zehn Fuß tief, Herr Maurice.“

„Aber der Schnee trägt doch?“

„Wie ein Fels denken Sie doch, bei der Kälte! . . . Er iſt ſechs Zoll tief gefroren.“

„Danke lebt wohl ihr guten Leute!“

„Nicht, lebt wohl, ſondern auf Wiederſehen, Herr Maurice, da Sie jetzt für immer in unſern Bergen bleiben. Haben Sie wohl Acht auf den friſch ge⸗ fallenen Schnee und hüten Sie ſich.“

Nach dieſem bei den Bewohnern der Berge des Jura üblichen Gruße ſtiegen die Meier, ihren Weg fortſetzend, nach den Thälern hinab; die beiden jun⸗ gen Leute ſtiegen weiter hinan zum Col de Treſerve und verfielen wieder in ihr ſinnendes Schweigen, das ſie zuweilen durch Anſpielungen auf ihre gegenwär⸗ tige Lage im Vergleiche mit den Ereigniſſen von früher unterbrachen . ..

„Maurice...“ ſagte Jeane, aus ihrer Träumerei erwachend, „was fühlſt Du in dieſer Stunde?“

„Meine Seele iſt ruhig . . . beinahe heiter . Sie erweitert ſich, je mehr wir uns dem Gipfel des Berges nahen ... Ich weiß nicht, ob ich dieſe That⸗ ſache der Einwirkung der Luft zuſchreiben ſoll, die in

dieſen hohen Gegenden immer reiner wird aber