225
liebe, kleine Quelle .. wo ſich unſere Lippen ſo oft erfriſchten . . . Du wirſt wieder grünen . . . alte gute Lärche; Du wirſt immer rein und klar fließen, liebe kleine Quelle . . wenn wir, Maurice und ich, längſt nur Staub ſind! . . .“
XXVI.
Die beiden jungen Leute, welche immer ſtiller und nachdenklicher geworden, ſetzten ihren Weg am Abhang hinan fort; der Schnee, der auf der Höhe des Berges hart geworden, krachte unter ihren Füßen. Bald ſahen ſie aus der Entfernung die Leute vhn der Sennhütte, welche ihnen entgegen kamen, und ſich nach der Meſſe in der Pfarrkirche begaben. Der Vater und die Mutter, jetzt alte Leute, hatten Mau⸗ rice heranwachſen ſehen, und Joſette, ihre älteſte Tochter, hatte Madame Dumirail nach Paris beglei⸗ tet. Der Bruder und die Schweſter der Dienerin begleiteten ihre Aeltern. Als ſie aus der Entfernung Mauricens, der an ſeiner hohen Geſtalt kenntlich war, gewahr wurden, blieben die Bergbewohner an⸗ fangs überraſcht ſtehen, dann ihre Schritte beſchleu⸗ nigend, näherten ſie ſich:
„Jeſus Gott!“ ſagte der Alte, „iſt es möglich Sie ſind es, Herr Maurice . . . Sie?“
„Und Sie auch, Mademviſelle Jeane!“ fügte die gute Frau beſtürzt hinzu, „auf dem Lande; man ſagte, Sie würden beide für immer in Paris . der großen Stadt bleiben!“
„Wir ſind, wie Ihr ſeht, in unſere Berge zurück⸗
Sue, die Familienſöhne. v. 15


