Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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„Erinnerſt Du Dich, Jeane? An dieſer Stelle des Weges war es, wo San Privato, als er mit uns nach der Sennhütte des Treſerve ging ... behauptete, daß er deutlicher in unſerer Seeke leſe, als wir ſelbſt.. Dir die beinahe unwiderſtehliche Anziehungskraft, die Du auf ihn ausübeſt, enthüllte und mir enthüllte, daß der Neid und die Eifer⸗ ſucht die Abneigung hervorriefen, welche ich plötzlich gegen ihn fühlte.“

„Ja, Maurice . . . hier war es, wo dieſer Ver⸗ ſucher in Deine Seele den erſten Wunſch jenes edlen Ehrgeizes legte . der Dich ſpäter nach Paris füh⸗ ren ſollte . . zu Deinem Ruine zu Deinem Untergang

„O Jeane, was iſt ſeit jener Zeit nicht alles ge⸗ ſchehen. unſer Leben wurde verfälſcht, verkehrt, umgeſtürzt, vernichtet . und die Natur, unwan⸗ delbar in ihrer Größe, hat ſich nicht verändert. Er⸗ kennſt Du dieſe ungeheure Lärche, in deren Schutz wir uns einſt ſtellten, als der Regen uns auf dem Berge überraſchte?“

„Und dort unten . . . an den Knoten der unge⸗ heuren Buchenwurzeln . die kleine unterirdiſche Quelle, wo Du mich aus Deinen Händen trinken ließeſt . ſiehſt Du ſie, ſiehſt Du ſie? ſie fließt noch immer und ſcheint in der ungeheuren Kälte zu dampfen dieſes Waſſer, das im Sommer ſo friſch iſt!“

Dann fügte Jeane mit einem herzzerreißenden Lächeln hinzu:

„Lebe wohl, gute, alte Lärche, die Du uns ſo

oft mit Deinem Schatten bedeckt! Lebe wohl,