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Herzens! Du biſt jetzt das Beſitzthum eines Andern Ach! ich ſchwöre es in dieſem letzten Augen⸗ blicke. ich empfinde keinen Schmerz über den Ver⸗ luſt meiner Erbſchaft! Geehrt ſeieſt Du, mein Vater geehrt ſei Dein Andenken und Deine ahnende Klugheit! In dieſem ſchützenden Aſyle, das der Ar⸗ muth geöffnet iſt, werden ehrenwerthe Generationen und fleißige Kinder des Volks, wie Du ſagteſt, das Brod der Seele und die Mittel zur Arbeit finden!“ Du haſt, indem Du mich enterbteſt, eine ſtrenge Pflicht erfüllt; meine Strafe wird für Andere fruchtbar ſein; der Erlös aus dem Verkauf des Beſitzthums, den ich ſchon lange verſchwendet, hätte nur dazu gedient, meinen ſchmählichen Untergang um einige Jahre hin⸗ auszuſchieben. Darum ſei geſegnet und verehrt, mein Vater. ich ſage es aus der Tiefe meines Her⸗ zens, indem ich einen letzten Blick auf den Ort werfe, wo ſich Dein Grab erhebt.“
„Maurice . . . Maurice. . .“ verſetzt Jeane mit thränenfeuchten Augen, indem ſie die Hände des jun⸗ gen Mannes drückt. „Wenn Gott Dich hört . . . wenn er in Deinem Herzen die Aufrichtigkeit Dei⸗ ner Worte liest . .. ſo wird Dir vergeben ſein.“
In dieſem Augenblick beginnen die Glocken der um den Morillon liegenden Dörfer ihr Sonntagsge⸗ läute. Dieſer ferne und melancholiſche Klang der Glocken, den die beiden jungen Leute ſo oft vernom⸗ men, macht einen tiefen Eindruck auf ſie; ſie geben ſich wiederum die Hand und ſetzen ihren Weg nach der Sennhütte fort, indem ſie bisweilen ihr nach⸗ denkliches Schweigen durch den Austauſch gemein⸗ ſchaftlicher Erinnerungen unterbrechen.


