Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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Haus von Charles Delmare verlaſſen, das auf der Mitte des Bergabhanges liegt, auf deſſen Höhe ſich die Hauptgebäude der Beſitzung des Morillon befin⸗ den, die von Herrn Dumirail in eine Ackerbauſchule umgewandelt iſt; ſein Grab befand ſich in einer ländlichen Kapelle mitten unter den Wirthſchaftsge⸗ bäuden; vor dieſem Grabe ſind Maurice und Jeane fromm auf die Knie geſunken, als ſie auf dem Mo⸗ rillon ankamen, wo alles noch in tiefem Schlafe lag. Dann ſind die beiden jungen Leute, ruhig und ge⸗ ſammelt, die Ackerbauſchule hinter und unter ſich laſſend, mit langſamem und ſicherem Schritte, Hand in Hand, den krummen Weg hinangeſtiegen, der vom Morillon nach der Sennhütte des Treſerve führte. Plötzlich erſcheint die Sonne hinter dem Montblanc, ſein Dom erglüht in lebhaftem, beinahe feurigem Roth, wie die zackigen Spitzen der höchſten Gletſcher; die weiter vorſtehenden Berge färben ſich gleich⸗ falls, endlich überſtrömen die roſigen und rothen Re⸗ flere, von großen Schatten durchſchnitten, die Berg⸗ wände und die mit Schnee bedeckte Ebene. Nach⸗ dem ſich endlich die Sonne über den Gipfel erhoben, wird dieſer Coloß einförmig weiß und bringt einen Eindruck hervor, deſſen impoſſante und traurige Größe ſich nicht beſchreiben läßt.

Jeane und Maurice, überraſcht von der Maje⸗ ſtät dieſes Schauſpiels, bleiben am Fuße eines auf der Hälfte des Weges zwiſchen dem Morillon und der Sennhütte des Treſerve errichteten Kreuzes ſtehen . . . von wo aus man den weiten Horizont überſchaut, von dem wir eine Skizze zu geben ver⸗ ſucht. Sie unterſcheiden deutlich in der Ferne und