Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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Ja! heilig dreimal heilig und geheiligt iſt das freiwillige Bekenntniß. Der religiöſe Erguß einer auch noch ſo verdorbenen, noch ſo ſtraf⸗ würdigen Seele; die letzte Anrufung des Mitleids

desjenigen, welcher die Beichte hört . . der erſte Schritt, den der Schuldige zur Sühne macht . .. der oft die Wiedereinſetzung in die alten Rechte folgt.

Dona Juana ahnt von ungefähr den geheimen Gedanken Richards und ſagt zu ihm:

„Mein Freund. . . ich beſitze zu viel Liebe, zu viel Achtung für Sie, um je zu wagen, Ihnen eine Rolle aufzubürden, welche Ihrer Würde widerſtritte „ Ich begreife dies Recht einer ſo hohen Seele, wie die Ihre, empfindlicher zu ſein, denn andere .. Ich muß Ihnen deßhalb erklären . . . Richard ..

und Sie wiſſen ich habe nie die Unwahrheit

geſprochen ich muß Ihnen erklären, daß ich hierher gekommen bin, um mit Ihnen über Maurice zu ſprechen aber ich füge hinzu, daß er nicht mein Geliebter war, und daß er es auch, was ge⸗ ſchehen möge, nie ſein wird indeß geſtehe ich Ihnen, er beſaß meine erſte Liebe, als ich noch ein junges Mädchen war . . die Erinnerung an dieſe

edle und reine Liebe hat ſich in dem Strudel, der

mich mit ſich fortriß, oben erhalten! Ja, Richard, und ſo todt ich auch für alle Gefühle bin . . ein⸗

zig und allein dieſe Erinnerung kann mich ſtolz

machen . dieſes Band des Herzens, das in ferne Zeiten hinauf reicht . . . das mich noch an das Le⸗ ben bindet alſo möge ſich Ihre Eitelkeit .

nein .. Ihre gerechte Empfindlichkeit beruhigen;