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„Ach, arme Frau, arme Frau! . . . Sie müſſen einen tödtlichen Kummer haben! . . .“
„Ich?“
„Ich werde nicht indiseret ſein, ich werde keine Vertraulichkeiten von Ihnen fordern . . . nur ſchrei⸗ ben Sie meine Aufregung . . einzig der Ueberzeu⸗ gung zu, die ich habe, daß Sie grauſam leiden . . .“
„Leiden! ach! wollte Gott! . Richard ..
„Wie?“
„Gewiß; denn ich könnte ſagen: ich leide . . . alſo lebe ich . . . aber ich wiederhole Ihnen . . . ich bin todt . . . auf immer! todt für den Schmerz todt für die Freude todt für die Liebe ... todt für die Hoffnung . . . todt endlich für alles, was leben macht . . . und ich bin dreiundzwanzig Jahre alt Richard dreiundzwanzig Jahre!“
„Sie erſchrecken mich, Jeane! Was iſt Ihnen denn geſchehen? Woher dieſe finſtere Zerſtörung, all Ihrer Fähigkeiten . . Sollte ein Liebeskummer eiwe
Dona Juang unterbrach dieſe Vermuthung durch ein flüchtiges Lächeln, in dem eine ſo ſardoniſche, ſo bittere Verachtung lag daß Herr dOtremont fortfuhr: .
„Verzeihen Sie meine Frage, ſie hat Sie viel⸗ leicht verletzt . . .
„Man verletzt mich nicht mehr, mein lieber Richard! . . . Meine Haut iſt härter als Erz ge⸗ worden . . . Aber ich will offen ſein, ich bin es immer geweſen .. dieſe Offenheit hat all' meine zerſtör⸗ ten Gefühle überlebt; erwarten Sie von mir keine ver⸗


