Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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meinen Wunſch ſogleich erfüllt . . . und nun laſſen Sie uns freundſchaftlich plaudern . . .“

Herr dOtremont hatte, als er Dona Juana ſo ſprechen hörte, moraliſch daſſelbe Gefühl, das er phyſiſch gehabt, als er die Hand der jungen Frau berührte . . . und wenn er, (was, wie man weiß, nicht der Fall) der geringſten Illuſion über die Be⸗ deutung des gegenwärtigen Rendezvous ſich hingege⸗ ben, ſo hätte ſich dieſe Illuſion vor dieſem düſtern, atoniſchen, eiſigen Etwas aufgelöst, das der Phyſio⸗ gnomie, dem Tone, der Haltung Dona Juanas, die dennoch ſo ſchön, ſo jung war, einen Charakter beinahe todtenhafter Gefühlloſigkeit verlieh, die Richard bis ins Mark hinein erſtarren machte.

Er verglich im Stillen ſeine jetzigen Gefühle mit denen von damals, als die junge Frau unwiderſteh⸗ lich durch den Reiz ihrer Züge, durch das Feuer ihres Blickes, durch den Schmelz ihrer Stimme, durch die bezaubernde, üppige, verlockende Grazie ihres ganzen Weſens ihn mit allem berauſchenden Feuer der Leidenſchaft erfüllte . . . Inniges Mitleiden ſchnürte mit jedem Augenblicke ſein Herz mehr zu⸗ ſammen; er glaubte unter der Apathie Dona Juanas eine ungeheure Enttäuſchung oder eine unheilbare Verzweiflung ſuchen zu dürfen. Das Schweigen, das er abermals beobachtete, ſeine ſichtliche Rüh⸗ rung überraſchten Madame San Privato.

„Was haben Sie, mein Freund?“ .. fragte die junge Frau, „iſt Ihnen meine Gegenwart peinlich?“

„Sehr peinlich.. Jeane! .. .

„Was wollen Sie damit ſagen?“