Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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zittert. Es iſt ihm, als küßte er die eiſige Hand einer Leiche, aber er erröthet über ſein kindiſches Erſtaunen bei dem Gedanken, daß es ſehr kalt draußen ſei und die Kälte der Hände der jungen Frau deß⸗ halb nichts zu verwundern geben; dann führte er ſie nach einem Fauteuil neben dem Kamine, indem er, um die erſte Urſache ſeines Schweigens und ſei⸗ ner Verlegenheit zu verheimlichen, ſagt:

„Sie haben ſehr kalte Hände .. bitte, kommen Sie an das Feuer . . .“

„Gerne, mein Freund,“ verſetzte Dona Juana mit einem Lächeln, deſſen Ausdruck Richard das Herz zerreißt, „aber das glühendſte Feuer iſt nicht im Stande, die Todten zu erwärmen . . . Was ich Ihnen da ſage, überraſcht Sie, nicht wahr, mein Freund? Aber ich mache Ihnen ſogleich das Ge⸗ ſtändniß: — daß ich todt bin . . . und für immer todt! um uns jedes Mißverſtändniß zu erſparen .. Doch nein! verſetzte Madame San Privato. .. „nein, das hieße Sie beleidigen, Sie, den Mann par excellence, ohne Anmaßung, ohne Eitelkeit, Sie der Meinung für fähig zu halten, in dieſem Rendez⸗ vous, um das ich Sie gebeten . . etwas anderes zu ſehen, als einen Beweis des Vertrauens ein Zeugniß aufrichtiger Freundſchaft von meiner Seite obgleich es ehedem nur von Ihnen abgehangen, dieſe Freundſchaft in ein zärtlicheres Gefühl zu ver⸗ wandeln . Nachdem ich dies geſagt, um der Wahrheit ihr Recht zu geben, mein lieber Richard, und Ihren gerechten Stolz zu befriedigen, danke ich Ihnen herzlich für die Freundlichkeit, mit der Sie