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zu halten, denn weit entfernt, auf die Verzeihung der Frau von Hansfeld zu zählen, wenn dieſe von den Thatſachen in Kenntniß geſetzt würde, ſtellte er ſich im Gegentheil die grauſame Freude vor, die ſie und San Privato empfinden müßten, wenn ſie ihn auf der Verbrecherbank erblicken würden. In⸗ dem er deßhalb ſeine kochende Wuth, die mit jedem Augenblick ſich mehrte, noch beherrſchte, verſuchte er zum letzten Male den Notar mitleidig zu ſtimmen und ſagte mit gefalteten Händen zu ihm:
„Ich bitte Sie! richten Sie mich nicht zu Grunde haben Sie Mitleid mit mir! . . .“
„Mitleid mit Ihnen! der ſchon genugſam mit Schande bedeckt, auf Koſten einer alten Frau lebt und nun zum Fälſcher geworden?“
„Ja, mein Herr, ich fühlte dieſe Schande,“ rief Maurice außer ſich, in einem Momente unwill⸗ kürlicher Offenheit, „und wollte . . .“
„Der Verworfenheit durch das Verbrechen ent⸗ fliehen? . . . Iſt das Ihre Entſchuldigung?“
„Zum letzten Male beſchwöre ich Sie . . ver⸗ verben Sie mich nicht . . .“ wiederholte Maurice in bittendem Tone, den der jeden Augenblick drohender werdende Ausdruck ſeiner Züge Lügen ſtraſte. „Ich
werde heute noch Paris verlaſſen; Sie ſollen nie
mehr von mir hören ... aber richten Sie mich nicht zu Grunde .. Treiben Sie mich nicht aufs äußerſte . PHüten Sie ſich! o hüten Sie ſich! . . . Die Nacht brach herein, das Cabinet wurde im⸗ mer dunkeler; der Notar, welcher die drohende Miene
Mauricens, den er mit keinem Blicke verlor, bemerkt
hatte, ließ den nachgemachten Brief in die Schieblade


