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Athenais hat in dieſem Herkules, ſo ſehr ſie auch
Tambourmajor iſt, ihren Mann gefunden; ſie wird
ihm nicht den Arm zerſchlagen, wie ſie es meinem
armen erſten Schreiber gethan! Jetzt begreife ich,
warum Mathurin Blanchard, dieſer abſcheuliche kleine
Buckel, trotz ſeiner Wuth, ſeine Mutter ſich für ihren Buhlen von Maurice ruiniren zu ſehen, nicht an Ein⸗
ſchreiten gegen dieſen Unfug denkt?“
Während Meiſter Thibaut dieſen Gedanken freien Lauf ließ, hing auch Maurice ernſten Gedanken nach. Er hatte ſoeben in der Schreibſtube des Notars ein Fläſchchen Eau de vie auf einen Zug geleert, um daraus den Muth zu ſchöpfen, eine Handlung zu vollbringen, vor der er nüchtern zurückgeſchreckt wäre; aber ſei es nun, daß er, an die ſtarken Waſſer ge⸗ wöhnt, in denen er bisweilen das Vergeſſen ſeiner Verworfenheit ſuchte, in den Spirituoſen, die er ver⸗ ſchlungen, nur eine momentane Aufregung gefunden; ſei es, daß der Ernſt der Lage, in der er ſich be⸗ fand, beinahe plötzlich ſeinen leichten Rauſch verflie⸗ gen gemacht . . . kaum hatte er den Fuß in das Cabinet des Notars geſetzt, als er auch ſeine ganze Kaltblütigkeit, die ganze Klarheit ſeines Geiſtes wie⸗ der fand, das volle Bewußtſein ſeiner Handlungen hatte, ſeine furchtbare Angſt unter einer ruhigen Maske verbarg, mit vollkommener Ungezwungenheit einen Stuhl nahm, ihn an den Arbeitstiſch des Notar ſtellte und ſich darauf niederlaſſen wollte, als Mei⸗ ſter Thibaut ihn barſch und hart anfuhr:
„Es iſt unnütz, daß Sie ſich ſetzen .. ich bin ſehr beſchäftigt; ich kann Ihnen nur einige Augen⸗
blicke ſchenken ..
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