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„Mein lieber Notar, ich
„Wenn es ſich um eine Anleihe handelt, ſo ſage ich Ihnen ſogleich, daß ich Ihnen nicht einen Centime leihen werde . Sie ſehen alſo, daß, wenn dies der Zweck Ihres Beſuches iſt, dieſer nutzlos wäre. Da ich ſehr beſchäftigt bin .. ſo kann ich nicht länger das Vergnügen Ihrer liebenswürdigen Unter⸗ haltung genießen. . Erlauben Sie, daß ich mich meinen Geſchäften widme.“
„Sie ſind in vollſtändigem Irrthum begriffen, mein lieber Herr Tyibaut .. Ich komme durch⸗ aus nicht, um Geld von Ihnen zu entlehnen,“ ant⸗ wortete Maurice, indem er ſich breit neben dem Schreib⸗ tiſch nieder ließ; „ich komme, mich nach Ihrem Be⸗ finden zu erkundigen .4
„Ich bin Ihnen ſehr verbunden .. mein Be⸗ finden iſt ganz vorzüglich. . .
„Ich komme ferner, mich eines Auftrags bei Ihnen zu entledigen, welchen mir eine ſchöne Dame gegeben.“
„Welche ſchöne Dame?“
„Sie werden ſehr überraſcht ſein.“
„Gut . . aber von wem iſt die Rede? „
„Von einer Ihrer hübſcheſten Clientinnen
„Nun, wie heißt ſie denn?“
„Antvinette.
Herr Thibaut ſah Maurice mit einem Erſtaunen an, das an Beſtürzung grenzte und rief:
„Wie? Sie ſagen?“
„Ich ſage. . . Antvinette .
„Frau von Hansfeld?“
„Allerdings, ich nenne ſie vertraulich Antvinette,
Sue, die Familienſöhne. v. 3


