Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſcheiden; ſein blaſſer Teint iſt da und dort durch die Gewohnheit der ſtarken Liqueure, zu denen er noch ſo eben ſeine Zuflucht genommen, um aus einer künſtlichen Aufregung die nöthige Kühnheit zu einer Handlung zu ſchöpfen, die er ſich ausgeſonnen, kupferig geworden. Seine Züge ſind ſeit lange abgemagert; ein dicker, brauner Bart, der ſie halb bedeckt, ver⸗ leiht ſeiner ehedem ſo edeln, offenen und anziehen⸗ den, aber jetzt durch das unverwiſchbare Gepräge ſchlimmer Leidenſchaften entſtellten Phyſiognomie ein unheimliches Ausſehen; die Falten ſeiner Stirne, welche durch das häufige Zuſammenziehen ſeiner Aug⸗ brauen entſtanden ſind, deuten auf die leichte Reiz⸗ barkeit ſeines Charakters hin. Der durch den Groll über ſchmerzliche Täuſchungen, Beleidigungen, höhni⸗ ſche Begegnungen, das gewöhnliche Gefolge des Ruines, und endlich durch das Bewußtſein der Nie⸗ drigkeit der Hilfsmittel geſteigert iſt, mit welchen er die Folgen dieſes Ruins zu beſchwören ſucht; Maurice Dumirail iſt wirklich, obgleich er ſeit mehr als einem Jahre keinen Sou mehr beſitzt, mit Eleganz und Ge⸗ ſchmack gekleidet; ſeine Hand trägt tadelloſe Hand⸗ ſchuhe; der glänzende Lack ſeiner Stiefel läßt ver⸗ muthen, daß er im Wagen zum Notar gekommen; ſeine athletiſche und hohe Geſtalt umſchließt ein ſchwar⸗ zer, nach der neuſten Mode gemachter Rock; ſein dunkelgrünes Sammtgilet iſt mit einer Garnitur von Korallenknöpfen geſchmückt, von denen ſich kleine feine Perlen abheben .. Wir verweilen bei dieſem De⸗ tail, weil der Anblick dieſer Garnitur Knöpfe, welche ſehr in die Augen fallen und auf die Meiſter Thi⸗