Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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„Gewiß mein lieber Client.“

Während Herr d'Otremont mit dem Ausdruck der größten Ueberraſchung den Brief las, den man ihm ſo eben überbrachte, ſagte Herr Thibaut zu ſei⸗ nem Schreiber:

„Iſt der ungeſtüme Dumirail noch in der Schreib⸗ ſtube?“

„Ja, mein Herr, er bat ſo eben den kleinen Schreibereigehülfen, ihm im nächſten Café ein Fläſch⸗ chen Cau de vie zu holen, das er bis auf die Nagel⸗ probe austrank.“

„Da wird der Burſche in einem hübſchen Zu⸗ ſtande ſein! . . .“

„Nein, mein Herr, im Gegentheile, das hat ihn beruhigt . . . er rührt ſich nicht mehr und ſpricht kein Wort.“

Während der Notar und ſein Schreiber die vor⸗ hergehenden Worte austauſchten, las Herr d'Otremont den Brief, den er in der Hand hält. Er lautet fol⸗ gendermaßen: W

„Ich komme von einer langen Reiſe; dapf ich Sie, mein lieber Richard, an jene herzliche und innige Freundſchaft erinnern, von der Sie mir einen un⸗ vergeßlichen Beweis gegeben, und Sie bitten, mich heute Abend zwiſchen acht und neun Uhr bei ſich zu erwarten, wenn Sie nicht ſonſt über Ihren Abend verfügten? Ich habe Sie um einen Dienſt zu bitten. Ich kenne Sie hinlänglich, um im Vor⸗ aus gewiß zu ſein, daß dieſer Grund allein ſchon entſcheidend für Sie ſein wird, um mir das Rendez⸗