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„San Privato, welcher nicht denſelben Vortheil wie Sie beſaß, that, als ob er allem, was ohne Zweifel ſeinen Stolz tief verletzte, trotze, oder als ob er es gar nicht merkte.“
„Uebrigens hätte er Recht, daß er ſich gütlich von ſeiner Frau trennte, als er zum Geſandten in Berlin ernannt wurde ſeit dieſer Zeit hat meine lie⸗ benswürdige Clientin ſich, wie bisher, mit ihrem eige⸗ nen Vermögen begnügt, ohne auf meinen Rath be⸗ züglich einer Penſion zu hören, die ſie von ihrem Gatten verlangen konnte.. ſie war in dieſem Punkte immer ſtörriſch.“
„Noch einmal, iſt es nicht ein ſeltſamer Contraſt, dieſe ſerupulöſe Delicateſſe und dieſe ſcandalöſen Sitten?“ *
„Ich räume dieſe Delicateſſe und dieſen Stolz des Charakters, von dem Sie ſprechen, ein, mein lieber Client, aber ich frage mich mit Beſorgniß, wo⸗ von wird Madame San Privato leben, wenn ſie die Fonds erſchöpft hat, die ich ihr nach Florenz andte.“
„Mein Herr . . hier iſt ein Brief von der Frau Baronin von Hansfeld,“ ſagte ein Schreiber, welcher in dieſem Augenblicke mit einem Briefe ins Zimmer trat, zu ſeinem Patron.
Dann fügte er hinzu: „Herr Dumirail iſt ſehr ungeduldig und macht Lärm im Schreibzimmer. er ſcheint etwas zu ſtark gefrühſtückt zu haben.“ „Wahrhaftig, das wird unerträglich!“ rief Mei⸗ ſeer Thibaut, „ſagen Sie Herrn Dumirail, daß, wenn er nicht ruhig ſei, man den Polizeicommiſſär rufen


