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Coquetterie der Dona Juana mir G ſucht gegeben; überdies hat ſie, d ogik ihres Charakters und ihrer kühnen Offenheit auf die Spitze treibend, niemals ſich zur Beſtändigkeit verpflichtet.“
„So und ihr Mann ich konnte aus dem, was ſie mir ſagte, nie herausbringen . . wie dieſer die Sachen aufnahm?“
„Er beſaß, wie mir ſcheint, Ihre Philoſophie, lieber Herr Thibaut. Ich ſage wie mir ſcheint, weil ich oft im Stillen San Privato beobachtete, wenn ſeine Frau ſich in der großen Welt mit jener uner⸗ hörten Kühnheit compromittirte, welche gewöhnlich eine kindliche Unſchuld oder die inſolente Verachtung der einfachſten Schicklichkeit verräth.“
„Nun, was war in ſolchen Momenten in der Miene meines lieben und ehrenwerthen Collegen San Privato zu leſen?“
„Bisweilen wurde er leichenblaß; ſein Geſicht nahm einen ſo furchtbaren Ausdruck an, daß ich immer fürchtete, ich werde ihn im nächſten Augen⸗ blicke losbrechen ſehen oder andern Tages von einer tragiſchen Rache erfahren, deren Opfer ſeine Frau geworden . Aber nein, dem war nicht ſo, ich ſah ihn andern Tages in der großen Welt wieder am Arm der Dona Juana „ immer lächelnd und triumphirend.“
„Er mußte aber doch wiſſen, wie lächerlich er ſich
machte er jung, liebenswürdig . und ge⸗
täuſcht. Während ich wenigſtens die unſchätzbare Annehmlichkeit hatte, die Galans von Athenais lächer⸗ lich keck zu finden, ich konnte ſie beklagen, die Unglück⸗ lichen! „ich hatte die beſte Rolle im Stück!“


