Teil eines Werkes 
5. Band (1856)
Entstehung
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als ich ſie in der Geſellſchaft ſah, von außerordentlicher Einfachheit, obgleich von aus⸗ gezeichnetem Geſchmack. eine Robe von Gaze oder Mouſſeline, eine Blume im Haar . . nie ei⸗ nen Juwel . und doch verdunkelte ſie die hübſche⸗ ſten und geputzteſten Frauen. Ich habe viel mit ihr verkehrt während jenes Winters, ehe ſie nach Florenz ging, wo ſie, wie ich glaube, noch jetzt iſt denn von dort iſt der letzte Brief datirt, den ſie mir geſchrieben. Wir ſind auf dem beſten Fuße geblieben.

Ich habe gleichfalls vor drei Monaten Ma⸗ dame San Privato nach Florenz den Vermögensreſt geſchickt, der ihr geblieben . . . Sie waren alſo in ſie verliebt, mein lieber Client?

Leidenſchaftlich verliebt.

Und glücklich . . . das verſteht ſich von ſelbſt.

Nein . ich bezwang meine Liebe, ja ich war noch muthiger . . . ich verzichtete auf die beinahe gewiſſe Hoffnung des Glückes.

Nein, mein lieber Client, Sie hätten, weit eher als ich, den Namen Scipio der Enthaltſame, ver⸗ dient.

Was wollen Sie, ich fürchtete ..

Sie . Richard d'Otremont fürchten ſich und vor was? Und vor wem?

Vor Madame San Privato . ich fand ſie zu gefährlich!

Wie ſo gefährlich? Ich wäre von einer furchtbaren Eiferſucht ge⸗ weſen und Gott weiß, daß die leidenſchaftliche Sue, die Familienſöhne. V. .