„Es iſt eine Freude, zu ſehen, mein lieber Herr Thibaut, mit welch' philoſophiſcher Heiterkeit Sie die Erinnerung an Ihr eheliches Unglück wachrufen,“ verſetzte Herr dOtremont lächelnd. „Bei meiner Ehre! in Beziehung auf den Stvicismus ſind Sie würdig, den Namen eines alten Römers zu führen! Um jedoch auf meine Annahme zurückzukom⸗ men, ſo habe ich mich vor zwölf oder fünfzehn Jah⸗ ren in Güte von meiner Frau getrennt, bei deren Verbindung mit mir Gütergemeinſchaft feſtgeſetzt worden Ich reiste viele Jahre lang; ich komme nach Frankreich . . und erfahre, daß meine Frau ſich während meiner Abweſenheit bereichert hat . . . daß ſie zum Beiſpiel .. . eine Million beſitzt...“
„Woher kommt dieſe Million?“
„Was weiß ich . . ſie hat ſie etwa bei einer der deutſchen Lotterien gewonnen, deren Anzeigen man in den Zeitungen liest.“
„Sie erinnern mich da, mein lieber Client, an eine der Manieen von Athenais . Sie hatte die Wuth, immer in die Frankfurter Lotterie zu ſetzen auf halbe Theilung mit meinem erſten Schrei⸗ ber . WMeine erſten Schreiber waren von Hauſe aus . durch Prädeſtination . . die Verbündeten die Helfershelfer meines ruchloſen Weibes „
„Nun! die meinige . . . das heißt die, welche ich mir in der Einbildung gebe, hat eine Million ge⸗ wonnen . .. Sie hat ein Hotel gekauft, ſie lebt auf großem Fuße . . . Ich komme von meiner Reiſe Ich mache von meinem Rechte als Herr des gemeinſchaftlichen Vermögens Gebrauch, ich bin, das
ſetze ich immer nur voraus, ich bin ſehr geizig . ..


