Dann fuhr er fort: „Haben Sie einen Notar?“ „Warum dieſe Frage, mein Vater!“
„Weil Sie einen Notar wählen müſſen, in deſſen Hände mein Mandatar in wenigen Tagen Ihre Rech⸗ nungen und die Summen niederlegen wird, die Ih⸗ nen zukommen.“
Dann zog er die Klingelſchnur und fügte hinzu:
„Vergeſſen Sie nicht, mein Herr, mir die Adreſſe Ihres Notars nach dem Morillon zu ſchicken, wo ich übermorgen ſein werde.“
„Wie, mein Vater, Sie wollen entſchieden noch heute gehen?“
„Joſette,“ ſagte Herr Dumirail zu der eintreten⸗ ten Dienerin, „bringen Sie den Nachtſack in den Fiaker, der mich erwartet.“
„Mein Vater,“ rief Maurice, nachdem die Die⸗ nerin weggegangen, „ich beſchwöre Sie, laſſen Sie mich nicht mit dem Fluche Ihres Zornes belaſtet zurück.“
„Des Zornes? Nein, nein!“ antwortete Herr
Dumirail mit ſchmerzlichem und feierlichem Tone, „der Familienvater, der gegen ſeinen Sohn ſtrenge verfahren muß, läßt ſich nicht von dem tadelnswer⸗ then Gefühle des Zornes leiten; er ſammelt ſich in ſeinem Geiſte und ſeinem Herzen, wägt Gut und Böſe ab, mit der Unparteilichkeit des ſtrengen Rich⸗ ters, dann handelt er, wie ihm die Pflicht zu han⸗ deln gebietet.“
„So werde ich Sie alſo nie wieder ſehen, mein Vater?“
„Nie, wenn Sie nicht unterwürfig, reuig zu mir


