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danke vor der Seele ſtehen: „Es exiſtirt ein Menſch, der wünſcht, daß ich baldigſt ſterbe, und dieſer Menſch iſt mein Sohn . . . ich habe ihn mit Beweiſen meiner Sorgfalt, meiner zärtlichen Liebe überhäuft . ehe⸗ dem liebte er mich . . . ich war ihm das Theuerſte... Ach die Hand Gottes ruht ſchwer auf mir; ſie ſtraft auf furchtbare Weiſe meinen väterlichen Stolz, den blinden Ehrgeiz, der mich in einer Stunde der Ver⸗ irrung für meinen Sohn erfaßt hatte! Meine Frau, die beſte der Gattinnen und Mütter, iſt vor meinen Augen aus Kummer geſtorben und mein Sohn iſt verkoren! . . . Keine Illuſionen, ſie würden mich jetzt nicht mehr zu täuſchen vermögen; jedes kindliche Gefühl iſt fortan in ihm erloſchen; keine edle Saite fibrirt mehr in ſeiner Seele, da er trotz meines Schmerzes, meiner Thränen, meiner Bitten, meiner Zärtlichkeit ſich ſo zeigt, wie er ſich ſo eben zeigte. Ach! es iſt furchtbar . . . furchtbar! . . Es iſt nicht mehr mein Kind, was ich in ihm ſehe, es iſt ein Gleichgültiger .. noch ſchlimmer . . viel⸗ leicht ein Feind! Es iſt Zeit, ihm mitzutheilen, daß meine Frau unglücklicher Weiſe nicht daran dachte, mir den disponibeln Theil ihres Vermögens zu ver⸗ machen, der auf ſolche Weiſe vor der Vergeudung bewahrt geblieben . . . Die letzte Probe, auf die ich meinen Sohn ſtellte, hat mir nur zu ſehr meinen Verdacht beſtätigt.“
Je mehr dieſe herzzerreißenden Ueberzeugungen in die Seele des Herrn Dumirail dringen, deſto mehr verändert ſich der Charakter ſeiner Phyſignomie; ſie verſteinert ſich ſo zu ſagen und nimmt eine eiſige Strenge, eine unbeugſame Härte an.


