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XX.
Herr Dumirail, welcher an der Verſtocktheit ſeines Sohnes nicht mehr zweifeln konnte, war noch nicht am Ziele all' der ſchmerzlichen Entdeckungen, die er in dieſem verdorbenen Herzen machen ſollte, denn das Böſe hat ſeine Logik, wie das Gute; auf die Ueberzeugung, daß ſein Sohn Paris nicht ver⸗ laſſen wolle, folgte natürlich der Gedanke:
„Auf welche Hilfsmittel zählt Maurice, um die tollen Ausgaben zu beſtreiten, von denen er träumt.“
Eine neue und furchtbare Beſorgniß zerriß das Herz des Herrn Dumirail, und ehe er ihm ins Geſicht zu ſehen wagte, ſo erſchreckte ſie ihn, wollte er we⸗ nigſtens ſeinen Sohn heftige Vorwürfe hören laſſen und ihm ſo beweiſen, daß er nicht der Dupe ſeiner Heuchelei ſei. Mit drohendem Blicke, zornglühen⸗ dem Geſichte und Lippen, die ein Lächeln von beißen⸗ der Bitterkeit zuſammenzog, rief Herr Dumirail:
„Sie ſind entlarvt! . . . Ihre Weigerung, mich zu begleiten, klärt mich auf! So war alſo der Tod Ihrer Mutter, ihr letztes Bitten, die Verzeihung, welche die Sterbende Ihnen gewährte; endlich meine Nachſicht, meine Zärtlichkeit, meine Thränen, alles war umſonſt, alles prallte an Ihrem Herzen aus Erz ab! . . . Sie wollen in Paris bleiben, und ich weiß unglückſeliger Weiſe, weßhalb . . .“
„Ich könnte meine Mutter ſo gut hier als auf dem Morillon beklagen, beweinen . . .“
„Ihre Mutter beklagen, beweinen .. . O Sie machen mich ſchauern! Ihre Thränen, Ihre Klagen, Ihr Schmerz, alles war geheuchelte Lüge! . . .“


