Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
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Herr Dumirail wollte, ehe ihn dieſe furchtbare Gewißheit der Täuſchung zum Bewußtſein brachte, ehe er ſich überzeugte, daß die Seele ſeines Sohnes unheilbar befleckt ſei, einen letzten Verſuch machen, indem er ſich ſelbſt täuſchte und ſich ſagte, daß trotz allem, und ſo unwahrſcheinlich es auch ſei, Maurice doch wirklich ſo beſorgt für die Geſundheit ſeines Vaters ſein könnte, daß er in ſeiner bis zur Verir⸗ rung übertriebenen Beſorgtheit ihm damit drohe, ihn allein gehen zu laſſen, um ihn durch dieſe Befürch⸗ tung zurück zu halten und zu hindern, eine bei⸗ nahe todbringende Unklugheit zu begehen. Aber auch die Ehrlichkeit dieſer übertriebenen Beſorgniß zuge⸗ geben, war es außer Zweifel, daß, wenn Herr Dumirail auf ſeinem Entſchluß beſtünde, ſich auf den Weg zu machen und ſein Sohn ſich weigerte ihn zu begleiten, ſeine Beſorgniß nur ein Vorwand war, um in Paris zu bleiben.

Herr Dumirail läutete, nachdem er lange ge⸗ ſchwiegen, Joſetten und ſagte zu ihr:

Legen Sie alsbald Weißzeug in meinen Nacht⸗ ſack nebſt den nöthigen Toilettengegenſtänden für die Reiſe; Sie nehmen morgen die Diligence nach Nantua und bringen die Effecten, die ich hier zurücklaſſe, mit ſich. Sagen Sie dem Garcon des Hotels, daß er augenblicklich einen Fiaker hole.

Joſette ging, um die verſchiedenen Befehle auszu⸗ führen. Herr Dumirail gab ſich Mühe, ſeine ge⸗ heimen Gefühle zu verbergen und ſagte liebevoll zu Maurice:

Mein Freund, ich nehme hinlänglich Wäſche für Dich und mich mit; wir werden uns unterwegs