Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
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das Heucheln noch neu war, unwillkürlich mit einer gewiſſen Härte und Ungeduld, welche Herrn Du⸗ mirail anfänglich betroffen machte; aber bald ſah er im Gegentheile in dieſer Drohung einen neuen Beweis der Anhänglichkeit ſeines Sohnes, und konnte er ihn deßhalb tadeln, daß er die Anſtrengungen, denen ſein Vater ſich unterziehen zu wollen ſo eigen⸗ ſinnig war, unmäßig übertrieb? Er ſagte deßhalb: „Du willſt mich allein gehen laſſen, ſigſt Du; aber, ſelbſt von Deinem Geſichtspunkte aus und angenom⸗ men, daß ich eine Unklugheit begehe . . . glaubſt Du, liebes Kind, wenn ich unterwegs krank würde, Deine Gegenwart wäre mir dann nicht doppelt nöthig?“

„Gewiß,“ antwortete Maurice ziemlich verlegen über den Einwurf, „aber gerade, damit Du Dich nicht der Gefahr ausſetzeſt, unterwegs krank zu wer⸗ den, widerſeßte ich mich mit allen Kräften Deiner Abreiſe.“

„Das, mein Freund, iſt nicht vernünftig, ich.

„Mit einem Wort, mein Vater, wenn Du zeugt ſein daß ich Deine Unklugheit nicht un⸗ terſtützen werde, indem ich Dich begleite, wirſt Du wohl auf einen Plan verzichten müſſen, der mich erſchreckt und troſtlos macht.“

„Wie, Du wrillſt mich allein gehen laſſen!“ verſetzte Herr Dumirial mit ſchmerzlichem Zögern, indem er, wenn auch unklar, die Urſache der Hals⸗ ſtarrigkeit ahnte, mit der ſich ſein Sohn der raſchen Abreiſe widerſetzte. „Kannſt Du auch nur auf einen derartigen Gedanken kommen nach all' den Gründen, die ich Dir in Beziehung auf meinen Wunſch, ja