Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
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nimm ihre letzten Worte . . . vernimm und ſegne ſie . . . Unſer armes Kind, ſagte ſie, wird es ſchmerzlich empfinden, meiner letzten Umarmungen nicht mehr theilhaftig geworden zu ſein! . . . er würde hier ſein, an meinem Bette . . . auf den Knieen . . . wenn er wüßte, daß ich ſterbe! . . .“

„O! ja, ja,“ murmelte Maurice, der von neuem der Rührung erlag und wenn man ſo ſagen kann, durch die Macht der Lage fortgeriſſen wurde. „Ach! wenn ich das Unglück, von welchem wir bedroht waren, gekannt, oder auch nur hätte vorausſehen können, nichts in der Welt, ich ſchwöre es, wäre im Stande geweſen, mich daran zu hindern, hier⸗ her zu eilen; aber leider! erfuhr ich eben erſt durch Joſette ..

Schluchzen erſtickte die Stimme von Maurice und Herr Dumirail fuhr fort:

„Mein armes Kind, wir beide, Deine Mutter und ich, haben keinen Augenblick gezweifelt, daß Du nichts von der Gefährlichkeit ihrer Krankheit wiſſeſt. Und, ich wiederhole es, ihre letzten Worte trugen das Gepräge eines Gefühles himmliſchen Mitleids. Die Vorſehung, und ich ſegne ihre Wege, ſagte ſie, „die Vorſehung wollte ohne Zweifel, daß mein Tod zum Glücke meines Sohnes diene; der Kummer, den er ihm verurſachen wird, die neuen Pflichten, die er ihm gegen Dich auferlegen wird, mein Freund, gegen Dich, deſſen einzige Stütze, deſſen einziger Troſt er jetzt iſt, ſind im meinen Augen die ſicheren Garan⸗ tieen für ſeine Rücktehr zum Guten, ſein entſchie⸗

denes Verzichten auf ſeine Irrthümmer. Unſer

Maurice wird den Abgrund von Nahem geſehen