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mir mein Vater; mein einziger Troſt war, gegen meine Mutter doppelt zärtlich zu ſein, und Abends ſchlief ich auf ihren Knieen ein, und dabei ſprach ich immer von ihm und ſagte:
„Mutter, wieder ein Tag vorbei, ſo rücken wir immer näher dem Augenblick, wo wir ihn wieder⸗ ſehen, den guten Vater!“
„Und bei ſeiner Rückkehr, welche Freude! welches Leben! Es war ein Feſt im ganzen Hauſe und in aller Herzen, namentlich in dem meinigen! Ja,“ fügte Maurice immer nachdenklicher werdend und ziemlich bewegt durch dieſe Erinnerungen an ſeine erſte Jugend hinzu: „wie konnte dieſe gradweiſe Erkaltung eintreten, welche mich gegenüber von mei⸗ nen Eltern erfaßte? Was iſt die erſte Urſache da⸗ von? Ohne Zweifel ihre ungerechten Forderungen gegenüber von mir, ihr Egoismus, ihre abſcheulichen Verläumdungen, mit denen ſie Antvinette in meinen Augen zu ſchwärzen ſuchten. Und dann auf dem Morillon war ich — kann man wohl ſagen — auch noch ein Kind, ich wußte nichts vom Leben, ich theilte die Gewohnheiten, die Beſchäftigungen meiner Eltern; aus dieſer Gleichförmigkeit des Lebens folgten tau⸗ ſend Berührungspunkte, die unſerer Liebe Nahrung
gaben . . . aber hier in Paris, wo wir durch unſern
Geſchmack, durch die Richtung unſeres Alters und namentlich durch die gegenſeitigen Beſchwerden über einander vollſtändig geſchieden ſind, iſt es nicht über⸗ raſchend, daß ſich eine Art Eis zwiſchen ihnen und mir gebildet hat. Endlich, was mir unerklärlich ſcheint, und was ich mir als eine Schande, als eine unwürdige Feigheit vorwerfe, das iſt die Dauerbar⸗
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