Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

248

„Entſchuldigen Sie, mein Vater, ſie müſſen früher oder ſpäter bezahlt werden.“

„Nach meinem Tode .. . wollen Sie ſagen? Sie wünſchen denſelben alſo, unwürdiger Sohn?“

„Unterſchieben Sie mir nicht einen ſo ſchwarzen Gedanken; Sie haben mir ſpeben ſelbſt geſagt, daß mir nach Ihrem Tode Ihre Güter zufallen würden. Es iſt mir deßhalb wohl erlaubt, Ihnen zu bemerken, daß ich eines Tages meine Schulden als ehrlicher Mann bezahlen werde; es hängt ganz allein von Ihnen ab, mir die Nothwendigkeit zu erſparen, ruinirende Wucherſchulden zu contrahiren, indem Sie mir ſoviel geben, als ich brauche, um meine Bedürfniſſe an⸗ ſtändig zu befriedigen.“

„Noch einmal, Sie werden Paris verlaſſen, mein Sohn; wenn nicht, ſo bleiben Sie auf Ihre Gefahr und Ihr Riſico hier.“

„Ich habe gewählt, mein Vater; mein Recht, meine Unabhängigkeit, meine Würde dictiren es mir

Ich werde in Paris bleiben und wenn

dadurch in Zukunft eine gewiſſe Erkaltung zwiſchen uns eintreten ſollte, ſo habe ich wenigſtens nicht die Schuld mir vorzuwerfen; werde ich meinem Vater antworten und damit iſt Alles abgemacht.“

„Und ich muß mir geſtehen,“ fügte Maurice bei ſich hinzu, „ich würde dieſe Loſung der andern vor⸗ ziehen, ſo wenig wahrſcheinlich ſie überdies iſt; denn wenn meine Familie einwilligte, mir dreißigtauſend Franken Einkünfte zuzugeſtehen, unter der Bedin⸗ gung, daß ich mich meinerſeits verpflichte, keine Schulden mehr zu machen, ſo wäre ich moraliſch ge⸗ bunden und. deßhalb ſehr genirt. Dreißigtauſend