Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

20

„Genug!“ rief Herr Dumirail, der in ſeiner Entrüſtung nicht mehr an ſich halten konnte, und mit drohender Miene einen Schritt auf Maurice zu machte; aber Madame Dumirail, welche bei dem Ge⸗ danken an einen Zuſammenſtoß zwiſchen ihrem Gat⸗ ten und Sohne zitterte, ergriff erſtern lebhaft am Arme, und rief in bittendem Tone:

„Mein Freund, dieſes unglückliche Kind kann Deinen Zorn doch nicht reizen . . . er weiß ja nicht, was er thut, noch was er ſagt.“

„Irrthum ohne Gleichen . . . in vino veritas,“ verſetzte Maurice mit einem halb tückiſchen, halb dummen Lächeln. „Ich weiß, was ich ſage, ich! ... Ich bin angetrunken, aber ich habe noch meinen Kopf . .. Der Beweis iſt, daß ich zu Antvinetten zurückkehren will . . . denn der Teufel ſoll mich holen, wenn ich weiß, wie ich hierher kam . . . Aber thut nichts . in vino vexitas. . . Meine Aeltern .. . Sie ſind Geizhälſe . . . Sie haben fünfzehn .. ſechszehnmal hunderttauſend Franken . . . Ha, ha! . Das macht Sie ſtaunen, daß ich das weiß? .. und en nicht.. mir wie einem Hunde.. .“ Mau einte bitterlich . . . „ja, mir wie einem armen Hunde monatlich elende hundert Franken zum Nagen zu geben? . . . Das muß aufhören . . ich will mindeſtens tauſend Franken . . . zweitauſend, dreitauſend Franken monatlich . . . wenn nicht, gute Nacht . . . ſuchen Sie ſich einen andern Sohn . .. indeſſen . . . . werde ich Geld aufnehmen, um mich zu amüſiren . . . Ich kann nicht mehr ohne meine Maitreſſe, ohne Pferde, die Oper, den Club, das Lanzknecht, die Soupers, die Wettrennen von