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zu machen, ihm wenigſtens ſein Bewußtſein von ſich, dem Ort und den Perſonen wieder gab. Unglücklicher Weiſe hatte Maurice, wie man ge⸗ wöhnlich ſagt, „einen ſchlimmen Wein“ getrunken, und die Anweſenheit ſeiner Aeltern, welche in ihm das Bewußtſein ſeiner gegenwärtigen Erniedrigung, wenn auch nicht die Reue darüber wachrief, reizte ihn heftig gegen die, welche ihn in dieſem abſcheu⸗ lichen Zuſtande überraſchten, und noch ganz ſchwer von der Trunkenheit ſtützte er ſich mit ſeinen ſtarken Schultern an die Mauer, um ſein Gleichgewicht zu behaupten, kreuzte die Arme über der Bruſt und mit trotzbietender Miene ſagte er mit rauher Stimme: „Nun! .. . ich bin's . . . etwas angetrunken .. aber was weiter . . .“
Um ſich die ſchmerzliche Beſtürzung von Herrn und Madame Dumirail beim Anblick von Maurice vorzuſtellen, muß man ſich dieſen in der abſtoßenden Häßlichkeit der Trunkenheit denken: ſein Hemd und
ſeine Weſte beinahe in Fetzen, ſeine Halsbinde zu einem Strick gewunden, ſein Frack und ſeine Hoſen an mehreren Orten zerriſſen, ſeine Haare zerſtört, ſeine Züge leichenblaß, ſein Blick wild, ſtarr und ſtumpf, ſeine Lippe herabhängend, oder durch eine Art von thieriſchem Rictus zuſammengezogen, während ſein athletiſcher Körper vergeblich ſein Gleichgewicht ſuchte, obſchon er an der Wand lehnte.
Madame Dumirail ſchien mit einem Blicke, in
dem eine ſtumme, aber herzzerreißende Beredtſamkeit.
lag, zu ihrem Manne zu ſagen:
„Kann Ihr Optimismus ſo viel Verworfenheit
* widerſtehen?“
Sue, die Familienſöhne. 1V.
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