Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

16

Der Kutſcher läutete nach dem Auftrag, der ihm geworden, und unterrichtete den Portier von dem Zuſtande der Trunkenheit, in welchem ſich der junge Mann aus der Provinz befand. Beide ſchüttelten ihn, weckten ihn auf und halfen ihm aus dem Wagen: er war noch halb im Schlafe und berauſcht und hatte kaum ein Bewußtſein von ſeinen Handlungen. Der Portier gab ihm den Arm und da er Herrn und Madame Dumirail das Schauſpiel der Trunkenheit ihres Sohnes erſparen wollte, verſah er ſich mit einem zweiten Schlüſſel zum Vorzimmer, wo Joſette wachte, in der Hoffnung, Maurice könne auf ſolche

Weiſe, ohne daß es ſeine Eltern erführen, in ſein

Zimmer kommen und dort ſeinen Wein bis zum an⸗ dern Morgen ausſchlafen.

Der Portier öffnete wirklich die Thüre mit wenig Geräuſch, aber ſo gering es auch war, es genügte, Joſetten, welche auf ihrem Stuhle eingeſchlafen,

augenblicklich aufzuwecken. Das arme Mädchen ſtieß beim Anblick ihres blaſſen und ſchwankenden Herrn, der entblößten Kopfes und mit zerriſſenen und zer⸗ fahrenen Kleidern eintrat, einen Schrei des Schreckens aus Maurice ſuchte ſich bei einem Fehltritte an einem Buffet zu halten, das er mit ſich zu Boden zog. Er hatte ſich mit Mühe erhoben und begann ſich auf

ſeinen Beinen zu halten, als er plötzlich Herrn und

Madame Dumirail vor ſich erſcheinen ſah.

taurice empfand bei dem Anblick ſeines Vaters, von deſſen Ankunft in Paris er nichts wußte, eine tiefe Erſchütterung, die, ohne ihn vollſtändig nüchtern