Teil eines Werkes 
4. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

keit, welche das Bewußtſein der Wahrheit gibt, zu wiederholen:Wenn der Aufenthalt unſeres Sohnes in Paris länger dauert, ſo iſt er verloben. Es ſpinnen ſich ſchwarze Treuloſigkeiten um ihn her, denen unſer Neffe nicht fremd iſt; kurz, mein Freund,

ich ſehe mit Schrecken Deine Verblendung ſich verdoppeln, während ſo viele Ereigniſſe Deine Augen über den falſchen und verderblichen Weg öffnen ſollten, auf dem Du Dich verirrt, ſeit Du Deinen Sohn veranlaßt, ſeine Carriere zu ändern.

Wie? Du willſt wieder . . . Aber ſich unter⸗ brechend, fuhr Herr Dumirail gemäßigt fort:

Halt, meine liebe Julie, bitte, ereifern wir uns nicht durch dieſes Geſpräch . . .

Das iſt mein lebhafteſter Wunſch, mein Freund

auch habe ich mir ſtrengſtens jede Anſpielung auf die Motive unſerer früheren Zwiſtigkeiten unter⸗ ſagt . . . Da jedoch eine traurige Erfahrung uns lehrt, wie gefährlich der Aufenthalt in Paris für unſern Sohn iſt, ſollten wir daraus nicht die Lehre ſchöpfen, zu verſuchen, ihn wieder in unſere Arme zu führen und ſo bald als möglich nach dem Morillon zurückzukehren?

Du machſt mir alſo allen Ernſtes dieſen Vor⸗ ſchlag?

Kannſt Du daran zweifeln?

Müßte ich nicht in meinem Alter in den Augen des Herrn von Morninville für eine Art von Staar, einen Hirnloſen gelten, der ohne einen Schatten von Haltung und Entſchiedenheit ſeine Ideen von heute zu morgen ändert, während es ſich um eine ſo wich⸗ tige Frage wie die Zukunft eines Sohnes handelt?