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hinter . . . Warum heuchelte dieſe Frau jene Liebe zu Maurice? iſt das möglich? iſt das glaublich?“
„Und was liegt denn darin ſo Unwahrſcheinliches, daß unſer Sohn eine plötzliche Liebe einflößt? Iſt unſer Sohn nicht ein ziemlich hübſcher Junge, nicht liebenswürdig genug, umezu gefallen?“ antwortete Herr Dumirail in dem Tone väterlicher Eitelkeit. „Warum ſollte er auch nicht ſein Glück ſo gut machen, als ſein Vetter Albert? — Nun,“ fuhr er fort, als er ſeine Frau ihn mit einer ſchmerzlichen Betroffen⸗ heit anblicken ſah: „was Du ſ o?“
„Entſchuldige mich . . . mein Freund.
„Vollende
„Ich habe Mühe zu glauben, was ich höre; ich frage mich, ob Du es biſt, Du, mein Freund, deſſen Moral ſtets ſo ſtreng war, und der⸗ nun von dem Leichtſinn unſeres Sohnes ſo leichtfertig urtheilt, und ſtatt ihn darob zu tadeln, ihn zu ermuthigen ſcheint. Du ſcheinſt beinahe ſtolz auf das, was Du die Liebſchaften, das Glück von Maurice nennſt; aber mein Gott, Du vergiſſeſt alſo, daß ſein Beneh⸗ men gegen Jeane von einer ſchreienden Ungerechtig⸗ keit war — ein Meineid an der verſprochenen Treue?“
„Ein Meineid?“
„Ich bin weit entfernt, parteiiſch für Jeane zu ſein, aber ich werde ſtets gerecht gegen ſie ſein. Maurice war ihr Bräutigam: ſie hatten ihre Schwüre ausgetauſcht, die Heirath war verabredet. Unſere Nichte hat in keiner Weiſe die Abneigung verdient, die er gegen ſie an den Tag legte; er war grauſam und man muß es eingeſtehen, ſein kränkendes Ver⸗


