man nicht hindern kann. Und dann unter uns ge⸗ ſagt, eine Liebſchaft für die andere, iſt es im ſchlimm⸗ ſten Falle nicht beſſer, daß Maurice ſtatt in die Netze einer gemeinen Creatur zu fallen, zur Maitreſſe (das fatale Wort) zur Maitreſſe, ſage ich, eine ſchöne reiche Dame aus der großen Welt — denn ſie iſt Baronin — habe . . . die unſern Sohn um ſeiner ſelbſt willen liebt, und nichts von ſeinem Gelde will?“
„Aber, mein Freund, Du vergiſſeſt die tollen Ausgaben, zu denen dieſe Frau unſern Sohn veran⸗ laßte. Die ruinirenden Einkäufe, die er bei den Lieferanten machen wollte, welche ich zurückſchicken mußte?“
„Gewiß, ich werde eine ſinnloſe Verſchwendung ſtets tadeln, aber ich finde nichts Außerordentliches darin, daß unſer Sohn eben ſo fein gekleidet ſein will, als ſein Vetter Albert, da alle beide jetzt die⸗ ſelbe Carriere verfolgen; die Diplomatie verlangt ein gewiſſes Aeußere; das hätteſt Du begreifen ſollen, liebe Freundin.“
„Und die beiden Pferde für mehr als zehn tau⸗ ſend Franken, welche Maurice kaufen wollte?“
„Das war abſurd, wir ſind darin einer Anſicht; ich billige Deinen Tadel in dieſer Richtung lebhaft... Du ſiehſt alſo wohl, daß ich ſtrengſtens tadle, was zu tadeln iſt.“
„Es iſt aber nicht minder wahr, daß Maurice niemals an dergleichen Ausgaben gedacht, wenn er
nicht von dieſer verwünſchten Frau dazu gedrängt
worden wäre! . . . Glaube mir, ſie wird ſein Un⸗ glück werden! Du lächelſt, mein Freund, und ich zittere. . . Es ſteckt ein abſcheuliches Geheimniß da⸗


