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Volljährigkeit die Revenue ihrer dreißigtauſend Franken ausbezahlen und ſie ihr dann zurückgeben. Sie wer⸗ den ihr Heirathsgut bilden . . . wahrlich ein ſchönes Heirathsgut! . . . aber ich will von dieſer Undank⸗ baren nichts mehr hören. Jetzt, liebe Julie, will ich Dir beweiſen, daß Du ungeheuer übertreibſt, was ſonſt noch Tadelnswerthes meiner Anſicht nach im Benehmen meines Sohnes iſt.“
„Ich glaube nicht, mein Freund, daß ich irgend⸗ wie übertveibe.“
„Wir wollen ſehen, liebe Freundin, faſſen wir in wenig Worten Deine Vorwürfe gegen Maurice zuſammen. Weit entfernt, daß ich ſie zu ſchwächen gedächte; ich will ſie nur nach ihrem wahren Werthe würdigen. Unſer Sohn ſollte alſo, unter irgend einem Vorwande zu einer ſehr jungen und ſchönen Dame und dabei einer ſehr reichen Baronin verlockt, ſich plötzlich in ſie verliebt haben?“
„Leider! ja, er ging um drei Uhr von hier weg und kehrte gegen ſieben Uhr wieder zurück, und in der kurzen Zeit war das unglückliche Kind dem ge⸗ fährlichen Einfluſſe dieſer Frau erlegen und kehrte moraliſch ganz unerkennbar zu uns zurück.“
„Meine arme Freundin, auf die Gefahr hin, Dich Etwas aufzuregen, muß ich Dir geſtehen, daß es mir ziemlich natürlich ſcheint, daß man in Mau⸗ ricens Alter, wenn man nicht gerade ein Cato iſt, eine kleine Liebſchaft hat.“
„Wie? mein Freund, Du billigſt? . . .“ ₰ „Ich billige nichts, ich conſtatire nur eine That⸗
ſache. Was willſt Du? Die Menſchen ſind keine Engel .. Man muß ſich in das finden, was


