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ter! ſchändliche Tochter! Verflucht ſei der Tag, an den
ich Dich geboren!!“
Dieſe Worte, die entflammte Phhſiognomie der Mut⸗ ter und der Tochter offenbarten Joſeph, welche Zwiſtig⸗ keiten die unglücklichen Frauen, trotz des Bandes ihrer gemeinſchaftlichen Schande, trennten. Er blieb einen Augenblick ſtumm, niedergebengt, troſtloſen Gedanken preisgegeben.
Madame Jyuffroy ſah zum erſten Male den Vetter Ronſſel wieder ſeit dem Tage, wo ſie ihn aus ihrem Hauſe gejagt; Aurelie ſah ihn auch zum erſten Mal wie⸗ der ſeit ihrem Zuſammentreffen mit ihm in der Cour des Coches, in der Wohnung der Tante Prudence.
Die unvorhergeſehene Erſcheinung dieſes, in der Fa⸗ milie durch ſeine Rechtſchaffenheit und ſeinen offenen Ver⸗ ſtand bekannten, Verwangzen verſteinerte die zwei Frauen. Die Gräfin ſchlug, von der Scham erdrückt, die Augen nieder; Madame Jouffroy aber, der das Verlaſſen ihrer Tochter einen unerwarteten, gräßlichen Schlag beibrachte, welcher ſie moraliſch und phyſiſch betraf, denn ſie fühlte ſchon jenen Fieberſchauer, den Vorläufer der durch eine moraliſche Revolutivn verurſachten niederſchmetternden Krankheiten, Madame Jouffroy, gebrochen durch den Schmerz, durch die Verzweiflung, zerfloß, ſagen wir, ſtatt Joſeph mit Widerwillen und Zorn aufzunehmen, in Thränen, ſtreckte die Hände gegen ihn aus und rief ſchluchzend:
„Ah! Herr Rouſſel. . Sie ſind gerächt für das Unrecht, das ich Ihnen angethan habe! WMeine Tochter iſt ein Ungeheuer des Undanks! Sie hat mir ſo eben einen Schlag verſetzt, von dem ich mich nicht mehr erholen werde.“
Madame Jyufftoy hatte kaum dieſe kläglichen Worte ausgeſprochen, als plötzlich im anſtoßenden Salon ein hölliſcher Lärm hörbar wurde und das Geräuſch von Die Familie Jouffroy. n. 32


