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an die Schande ſeiner Fran und ſeiner Tochter nicht; er erkannte jedoch Beide, lächelte ihnen zu mit jenem armen Perſonen, deren Geiſt abweſend, eigenthümlichen peinlichen Lächeln, und richtete an Aurelie und ihre Mutter Worte ohne Zuſammenhang, die folgenden aus⸗ genommen, welche allein einen Sinn boten:
Iſt Mimi böſe 7 Iſt Töchterchen glücklich?“
Aufrichtig betrübt über die Verſtandesverwirrung dieſes Unglücklichen, fühlten Madame Juuffroy und Au⸗ relie wohl die furchtbare Verantwortlichkeit, die auf ihnen laſtete; ſie gewöhnten ſich indeſſen an das Schau⸗ ſpiel dieſes troſtloſen Gebrechens; da aber „man muß es ſagen, das Gefühl gewiſſer Pflichten noch nicht in der Tochter und der Gattin erloſchen war, ſo umgaben ſie Herrn Jouffroy mit jeder Fürſorge, mit allen mög⸗ lichen Aufmerkſamkeiten. Würden ſie ihn zu ſeiner Schweſter Prudence haben bringen laſſen, ſo hätten ſie ihren Augen den Anblick dieſes lebenden Beweiſes von den Uebeln, die ſie verurſacht, erſparen können, doch bei dem Gedanken, zu ihrer Familie, wo er einſt ge⸗ liebt, geehrt, glücklich gelebt hatte, dieſen der Vernunft beraubten Greis zurückzuſchicken, ſchauerten ſie vor Scham und Gewiſſensbiſſen; da ſie hauptſächlich dieſes entſetzliche Unglück geheim halten wollten, ſo waren ſie, was ihnen auch gelang, bei ihrer Rückkehr nach Paris bemüht, ſich den Nachforſchungen von Fortuns Sauval zu entziehen.
Ihr Entſchluß endlich, ſich nie den andern Mitglie⸗ dern ihrer Familie zu nähern, war um ſo unerſchütter⸗ licher, als Marianne, als die Tante Prudence, als der Vetter Rouſſel dieſe pflichtvergeſſene Mutter und dieſe unwürdige Tochter mit den niederſchmetternden Worten empfangen konnten, mußten: „Was habt Ihr mit mei⸗ nem Bruder gemacht? Was habt Ihr mit meinem Va⸗ ter gemacht? Was habt Ihr mit meinem alten Freunde gemacht?“


